Tempel des Schreckens. Vertraue niemandem!


Tempel des Schreckens

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„Du lügst! Ich glaube Dir kein Wort!“

„Ich schwöre es Dir, mein Schatz. Bei mir ist es sicher!“

„Wenn das mal nicht auch gelogen ist, Du elende Lügnerin!“

„Ich bin hier nicht die Lügnerin! Aber Papa, der lügt wie gedruckt!“

„Na, das sagt die Richtige!“

So oder so ähnlich lief bei uns am Wochenende der Großteil unserer Kommunikation ab. Das ist hier wirklich nicht immer so. Aber dieses Wochenende hatte es in sich. Denn Du konntest hier niemandem vertrauen.

Echt keinem!

Nicht einmal dem Böckchen. Denn wir haben dieses Wochenende im Tempel des Schreckens verbracht und da gibt es keine Freunde, nur potentielle Feinde.

Und trotzdem hatten wir eines der lustigsten Wochenenden ever!

Spieletipp: Tempel des Schreckens

Da Weihnachten quasi schon vor der Tür steht, dachte ich mir, ich stelle Dir in den nächsten Tagen einfach mal ein paar Geschenketipps vor, die unsere Familie gerade echt begeistern.

Vielleicht ist für Dich ja noch die ein oder andere spontane Inspiration dabei!

Das Spiel „Tempel des Schreckens“ gehört auf jeden Fall zu einer meiner wärmsten Spielempfehlung für Dich und Deine Familie!

Es ist mega lustig, immer wieder spannend, kurzweilig und klein und kompakt. Eignet sich also auch super als kleines Nikolausgeschenk oder Reisespiel.

Bei dem „Tempel des Schreckens“ handelt es sich um ein kooperatives Karten- und Bluffspiel.

Es geht also darum, entweder gemeinsam ein Ziel zu erreichen oder sich ordentlich die Hucke voll zu lügen, wenn man heimlich andere Pläne verfolgt.

Ähnlich, wie bei dem kooperativen Rollenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald„, das ich Dir bereits vorgestellt habe.  „Die Werwölfe von Düsterwald“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsgesellschaftsspielen, von dem ich auch schon Freunde und Familienmitglieder begeistern konnte. 

Seit einigen Wochen spiele ich es auch täglich mit meiner 4. Klasse. Und wenn ich nicht ab und zu an die Hausaufgaben erinnern oder die Kinder einmal rausschicken würde, würden wir das den ganzen Nachmittag lang tun.  Mittlerweile habe ich mir sämtliche Erweiterungen zu diesem Spiel zugelegt, weil es einfach so cool ist.

„Die Werwölfe von Düsterwald“ hat aber einen entscheidenden Nachteil:

Es ist nur in größeren Gruppen spielbar. Besonders, wenn man viele verschiedene Charaktere einbeziehen will.

Auf der Suche nach einer Alternative für weniger Mitspieler bin ich dann über den „Tempel des Schreckens“ gestolpert und genauso begeistert! 

Es gibt hier zwar nicht so viele coole Charaktere, dafür ist es kurzweiliger und niemand muss vorzeitig aus dem Spiel ausscheiden. Dazu die Spieleranzahl ab 3 Spielern, macht drei dicke Pluspunkte!

Tempel des Schreckens: So wird gespielt!

Eigentlich wird das Spiel vom Hersteller Schmidt Spiele ab 8 Jahren empfohlen. Da die Regeln aber super einfach und übersichtlich sind, konnte das Böckchen mit seinen fast 6 Jahren auch problemlos mitspielen. 

Damit haben wir seit langem übrigens mal ein Spiel gefunden, dass sowohl dem Böckchen als auch dem Zicklein (9 Jahre) gleichermaßen Spaß bringt!

Rollenverteilung Ziel des Spiels:

Zunächst einmal das Szenario: Ihr seid Schatzsucher und befindet Euch in einem Mayatempel. In dem Tempel verbergen sich zahlreiche Schatzkammern, die ihr finden wollt. Doch unter Eurer Truppe befinden sich Saboteurinnen. Wächterinnen, deren Ziel es ist die Schätze vor Plünderern wie Euch zu verbergen und Euch stattdessen in gefährliche Feuerfallen zu locken! Wer für Euch oder gegen Euch ist, könnt ihr nur mutmaßen. Aber gebt acht, der ein oder andere hat sich bei seinen Anschuldigungen schon mal die Finger verbrannt!

So viel also zum Ausgangsszenario. Es gibt zwei Parteien im Spiel. Du bist entweder ein Schatzjäger oder eine Tempelwächterin. Die Identitäten werden zu Beginn des Spiels durch eine verdeckte Kartenausgabe festgelegt. Du kennst also nur Deine eigene Identität.

Schatzjäger & Tempelwächterin

Als Schatzjäger hast Du es relativ leicht. Du kannst einfach ehrlich sein und hoffen, dass Dir Deine Mitspieler vertrauen. Natürlich solltest Du aber die Augen offen halten nach Spielern, die sich verdächtig benehmen.

Als Templerin willst Du natürlich nicht entdeckt werden. Auch weißt Du nie genau, wie viele Verbündete Du hast, da die Anzahl der Jäger und Templerinnen variiert. Fest steht jedoch, dass Du es geschickt anstellen musst, um das Vertrauen der Jäger zu gewinnen und sie in eine Falle zu locken.

Spielverlauf:

Das Spiel verläuft in jeder Runde gleich. 

Die Karten, die die Kammern des Tempels symbolisieren, werden aufgeteilt. Jeder Spieler sieht sich seine Karten verdeckt an. Es gibt drei Kartenarten im Spiel:

Feuerfallen, Schatzkammern und leere Kammern (von links nach rechts).

Nachdem Du Deine Karten angesehen hast, mischst Du sie und legst sie verdeckt vor Dir ab. Du weißt jetzt als, was die Abenteurer bei Deinen Karten erwartet, aber nicht wo sich welche Karte befindet.

Vor jedem Spieler liegen also nun verdeckt seine Karten. Jetzt beginnt die Beratungsphase. Der Spieler, der beginnt, erhält die Schlüsselkarte (auf dem Bild ganz links) und schließt einen der Räume seiner Mitspieler auf. Dabei wird er von seinen Mitspielern beraten, die ihm sagen, was es bei ihnen zu finden gibt.

Die Schatzjäger werden dabei natürlich versuchen den Spieler so zu beraten, dass er möglichst eine Schatzkammer findet. Die Wächterinnen sehen es natürlich lieber, wenn der Spieler in eine Falle tappt.

Dabei ist es unerheblich, welcher Spieler in die Falle tappt oder einen Schatz findet. Die geöffneten Kammern gelten immer für alle. Werden Schätze gefunden, gehören sie allen gemeinsam und alle können sich freuen (die Wächterinnen tun natürlich nur so). Ist eine Falle ausgelöst, schweben alle in Gefahr, außer die Wächterinnen.

In jeder Runde dürfen vier Kammern geöffnet werden. Danach werden alle noch übrigen Karten gemischt und neu verteilt. Gelingt es den Schatzjägern auf diese Weise alle Goldkammern bis zum Ende der vierten Runde zu öffnen, gewinnen sie. Gelingt es ihnen nicht oder lösen sie alle vorhandenen Fallen aus, gewinnen die Wächterinnen. 

Und das war es auch schon. Super simpel, aber wirklich lustig. Es ist echt spannend, wie gerissen manch einer lügen kann und wie geschickt der ein oder andere diskutiert, um so den Verdacht von sich abzulenken.

Bei uns hat es zwei, drei Runden gedauert, eh wir den Dreh so richtig raus hatten, wann man am besten lügt und wann man auch als Wächterin einmal die Wahrheit sagt, um den Spielverlauf zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Aber nun haben wir es echt alle raus und es ist super schwierig herauszufinden, wer Deiner Lieben Dich gerade nach Strich und Faden veräppelt 😀

Eine komplette Spielrunde von Anfang bis zum Ende geht bei uns ca. 15-20 Minuten. Aber bei einer Runde blieb es bisher nie.

Fazit:

„Tempel des Schreckens“ ist ein sehr unterhaltsames und dynamisches Gemeinschaftsspiel, das immer wieder spannend und witzig ist. Es ist schnell gespielt, kompakt genug um es auf Reisen mitzunehmen und für 3-10 Spieler an alle möglichen Spielrunden anpassbar.

Damit kann man eigentlich nichts falsch machen. Es sei denn, man scheut sich vorm Schwindeln bis sich die Balken biegen 😉

Kanntest Du das Spiel schon? Oder habe ich vielleicht Dein Interesse geweckt? 😉

Liebe Grüße

Deine Lotti

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6 Kommentare auf “Tempel des Schreckens. Vertraue niemandem!

  1. Dieser Blog ist sehr gut …

  2. Doreen am schreibt:

    Hey Lotti,

    ich kannte das Spiel noch nicht und JA, mein Interesse hast Du geweckt.
    Denn wir sind hier eine Spielverrückte Familie und immer auf der Suche nach neuen Spielen.
    Vor allem, wenn wie jetzt, verregnete und kalte Sonntage vor uns liegen.
    Danke dafür.

    Lg
    Doreen

    • Liebe Doreen,

      da geht es Euch wie uns 🙂 Mit diesem Spiel macht Ihr wirklich nichts falsch. Habe es heute mit meiner 4. Klasse gespielt und auch die Kinder waren begeistert und wollten gleich noch eine Runde spielen.
      Ich wünsche Euch ganz viele gemütliche Spielestunden!

      Liebe Grüße
      Lotti

  3. Silke am schreibt:

    Liebste Lotti, dieser Tipp kommt wie gerufen, denn wir sind gerade auf den Geschmack kooperativer Familienspiele gekommen. 🙂 Bisher kennen wir nur Andor Junior und das ist richtig klasse! Den Tempel des Schreckens pack ich gleich mal auf die Weihnachtsliste. 🙂 Hab eine schöne Woche!

    • Liebe Silke,

      das freut mich sehr! Ich hoffe, Euch macht das Spiel genauso viel Spaß wie uns. Wobei ich daran eigentlich keinen Zweifel habe 🙂
      Andor Jr. haben wir auch und spielen es sehr gern. Das ist immer ein schönes Spiel für einen längeren Spieleabend. Da ist „Tempel des Schreckens“ eine schöne Ergänzung für ein paar flotte Spielrunden zwischen.
      Euch auch eine schöne Woche!
      Liebe Grüße
      Lotti

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