Die Familienküche: Tipps, um sie kinderfreundlich zu gestalten!


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Früher war die Küche für mich der uninteressanteste Raum der Wohnung.

Sie diente lediglich zum Aufbewahren und Aufwärmen von Essen. Allzu oft habe ich eh nicht gekocht. Das hatte der Märchenprinz schon immer besser drauf.

Viel Zeit habe ich also nie in der Küche verbracht, und daher musste sie für mich auch nie besonders groß oder schick sein.

Das änderte sich jedoch, als das Thema Familienplanung in meinem Leben eine immer zentralere Rolle einnahm.

Plötzlich wurde auch die Küche zu einem zentralem Schauplatz, an dem gemeinsam gegessen, gelacht und gekocht werden sollte. Da reichte der Beistelltisch im Wohnzimmer und das kleine Gefrierfach im Minikühlschrank nicht mehr aus, um alle Bedürfnisse zu befriedigen 🙂

Nach der Geburt des Zickleins suchten wir unsere Wohnungen dementsprechend auch nach der Größe der Küche aus. Zumindest ein Essplatz für uns alle sollte darin Platz finden.

Mit dem eigenem Haus kam dann auch die Möglichkeit der individuellen Planung und Gestaltung. Dabei haben wir uns sehr viel Zeit gelassen und verschiedene Möglichkeiten immer wieder abgewogen.

Für welche Variante wir uns letztendlich entschieden haben, möchte ich Dir hier heute zeigen und Dich damit vielleicht ein wenig inspirieren.

Dabei ist mir natürlich bewusst, dass nicht jedes Zuhause die gleichen Nutzugsmöglichkeiten bietet. Dennoch finde ich, dass man von den Erfahrungen anderer meist am besten profitiert. Denn, so akribisch man auch plant, in der Praxis fallen einem doch manchmal noch Probleme und Schwierigkeiten auf, die man vorher vielleicht nicht bedacht hat. Und die Bedürfnisse – zum Beispiel im Bezug auf Sicherheit der Kinder – ähneln sich häufig bei Familien.

Geschlossene vs. offene Familienküche

Wir hatten bisher immer eine geschlossene Küche, getrennt von den übrigen Wohnräumen.

Dies wurde uns durch den Schnitt unseres Wohnraumes bisher immer so vorgegeben. Und auch in unserem derzeitigem Zuhause war die Küche bislang ein separater Raum.

Beide Formen der Familienküche bieten ihre Vor- und Nachteile. Welche Form am Ende zu Deiner Familie passt, bleibt Dir überlassen.

Die geschlossene Familienküche bietet den Vorteil, dass sie bei Bedarf vom übrigen Wohnraum abgegrenzt werden kann. Zum Beispiel, wenn man den Mixer anschmeißt, während die Kinder im Nachbarzimmer ein Hörspiel hören oder etwas ruhiges Spielen möchten.

Es kann zudem sehr vorteilhaft sein, wenn man in der Küche ein paar Minuten seine Ruhe hat zum Saubermachen oder Kochen, und dabei nicht abgelenkt wird.

Und wenn man mal wieder keine Zeit hatte den Geschirrspüler einzuräumen, verschwindet das Chaos einfach hinter der verschlossenen Tür, bis man sich ihm wieder widmen kann. Ähnlich verhält es sich auch mit Essensgerüchen.

Eine offene Familienküche bietet dagegen oft mehr Platz um alle Familienmitglieder beim Kochen und Backen zu integrieren, ohne für einzelne Arbeitsschritte auf das Wohnzimmer ausweichen zu müssen.

An einer Kochinsel können die Kinder direkt den Teig für den Kuchen kneten und ausrollen oder ihre Hausaufgaben erledigen, während Mama und Papa daneben im Topf herumrühren.

So hast Du Deine Kinder auch beim Spielen immer im Blick.

…………..

Wir haben uns, nach langem Hin- und Herüberlegen schließlich für eine offene Küche entschieden. Das passte schlussendlich einfach besser zu unserem Raumkonzept und unseren Bedürfnissen.

Teilhabe & Sicherheit – So ist die Familienküche auch für die Kinder nutzbar

Ein wichtiger Punkt für uns war, die Küche so einzurichten, dass die Kinder so selbstständig wie möglich darin agieren können.

Durch die Entscheidung für eine offene Küche, fiel die Möglichkeit für Hängeschränke bei uns unter den Tisch. Demnach sind alle Schränke und Schubladen für die Kinder erreichbar.

Im Hinblick auf scharfe Messer und aggressive Reinigungsmittel ist das natürlich ein Nachteil! Hier kann man sich aber ganz leicht mit Sicherungen für Schränke und Auszüge behelfen. Diese gibt es mittlerweile auch für innen, sodass sie die Frontansicht der Küche nicht verschandeln.

Im Bezug auf Selbstständigkeit und Mithilfe sind die niedrigen Schränke definitiv ein Plus. Die Kinder können sich ihre Teller und Tassen alleine holen und auf den Tisch bringen. Und sie können beim Kochen aktiv mithelfen und die Zutaten und Utensilien zusammensuchen.

Wir haben außerdem darauf geachtet, Dinge wie Teller und Frühstücksschüsseln in einem offenen Regal zum Essbereich hin lagern zu können. So sehen die Kinder schnell, wo sich was befindet und haben nicht so weite Wege beim Tragen oder müssen dabei Hindernisse umschiffen.

Den Backofen haben wir auf Höhe der Arbeitsplatte einbauen lassen. So ist er außerhalb der Reichweite der Kinder und schont nebenbei auch unsere Rücken.

Wenn es sein soll, haben wir in der Küche Platz für einen Hocker geschaffen, damit die Kinder auch an höherliegende Dinge herankommen und besser beim Kochen helfen können.

Damit auch hier trotzdem noch höchst mögliche Sicherheit geboten wird, haben wir uns für einen Backofen entschieden, dessen Front beim Backen nicht heiß wird.  Und wir haben ein Induktionskochfeld. Hier erhitzt sich nämlich nicht die Herdplatte, sondern der Topf. So verbrennen sich die Kinder nicht die Hand, wenn sie versehentlich auf das Herdfeld fassen.

In unserem Kochfeld ist die Dunstabzugshaube außerdem integriert. Zum einen aus optischen Gründen. Ich finde die Dunstabzugshauben die aus der Decke ragen einfach hässlich.

Zum anderen aus Rücksicht auf den Märchenprinz, der sich an den Dingern regelmäßig den Kopf stößt 🙂 In einer Familienküche sollen sich schließlich alle wohlfühlen!

Besonderes Highlight ist hier außerdem, dass sich das Abzugsgitter zusätzlich als Stellfläche für heiße Töpfe und Pfannen nutzen lässt. So ist schnell wieder Platz für einen weiteren Topf geschaffen.

Ordnung & Design – Gemütlichkeit trotz wildem Familienleben

Ein entscheidender Punkt beim Thema Ordnung ist natürlich ebenfalls die Selbstständigkeit.

Kennen die Kinder den Platz, an den die Küchenmaterialien gelagert werden, und ist dieser ihnen zugänglich, können sie auch leichter für Ordnung sorgen.

Hilfreich sind hier besonders unsere ausziehbaren Schubladen in den Schränken. In unserer alten Küche bin ich fast wahnsinnig geworden beim Ein- und Ausräumen der Schränke. Nie kam man an die Schüssel heran, die man gerade brauchte, weil 4 andere davor standen.

Und auch in unserem “Speiseschrank” sah es immer aus wie Kraut und Rüben. Ständig fielen Verpackungen um beim Versuch eine andere von hinten hervor zu holen oder man vergaß, dass man diese und jene Zutat noch irgendwo im Schrank hatte und sie wurde schlecht.

Mit dem Schubladensystem fahren wir da jetzt deutlich besser. Denn der gesamte Schrankinhalt lässt sich nun auf einen Blick erfassen und ist für uns und die Kinder viel leichter zugänglich.

Zudem sind die Schubladen selbstschließend und das im Flüsterton. Eine echte Wohltat!

Dieses System kann ich also allen Familien, die viel Geschirr und Lebensmittel lagern müssen, wärmstens empfehlen! Allerdings muss für den Auszug natürlich genug Platz vorhanden sein und eingeplant werden.

Eine Familienküche sollte aber nicht nur praktisch sein, sondern gerne auch gut aussehen!

Wir sind generell eher Liebhaber des Landhausdesigns. Gegen eine glänzende und vielleicht sogar grifflose Front sprach für uns aber auch noch ein anderer Punkt: Fingerabdrücke!

Jede Familie legt ihre Prioritäten im Alltag woanders. Und ich habe hier schon des Öfteren zugegeben, dass Putzen bei mir nicht ganz oben steht. Das heißt nicht, dass hier alles im Chaos versinkt. Ich möchte trotzdem ein gemütliches Zuhause haben, in dem man sich wohlfühlen kann.

Aber ich möchte in meiner Küche grundsätzlich lieber mehr Zeit mit dem Zubereiten frischer Mahlzeiten verbringen als damit, die Fronten der Schränke zu polieren.

Wer damit leben kann oder so etwas gerne macht, fährt natürlich auch mit einer glänzenden Front sehr gut. Jeder nach seiner Passion 😉

Ideal für die Familienküche: Abwaschbare Tapeten

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Ein Tipp, den ich Dir in Sachen Design unbedingt noch mit auf den Weg geben will, ist die richtige Tapete für Deine Familienküche auszuwählen!

Denn hier ist es nicht egal für welche Qualität Du Dich entscheidest. Wer in der Küche nicht auf dekorative Wände verzichten möchte, der fährt am besten mit einer abwischbaren Tapete. Diese ist mit einem schützendem Laminat aus Naturfasern überzogen, das die Wand atmen lässt und feuchtigkeitsresistent ist.

Und das ist in einer Küche ein riesengroßer Vorteil, denn gerade hier droht der Tapete eine besondere Gefahr der Verschmutzung. Nicht nur durch die Kinder. Bei uns steht zum Beispiel der Fressplatz des Katers direkt an der Wand. Und jeder, der schon einmal einen Nassfutterbeutel für sein Tier geöffnet hat weiß, dass das eine ganz schöne Schweinerei werden kann.

Und da ich ein Tollpatsch in Person bin, fällt mir des Öfteren der Kochlöffel mit der Tomatensauce aus der Hand. Eine abwischbare Tapete ist da wirklich Gold wert und außerdem noch umweltfreundlich 😉

Im Zuge unserer Renovierungsarbeiten durften wir uns über die Plattform Pixers eine Tapete im Design unserer Wahl aussuchen und waren wirklich begeistert von den Millionen Motiven und Mustern, die man dort von verschiedenen Anbietern finden kann!

Unsere Tapete passt wirklich super gut ins Ambiente und sieht total schick aus. Durch die wasserabweisende Oberfläche ist sie ganz glatt und hat einen leichten Glanz.

Die Tapeten von der Plattform Pixers werden nach Maß geliefert und Du kannst sogar die Größe des Musters frei wählen. Es war gar nicht so leicht sich da zu entscheiden.

Hier habe ich eine kleine Auswahl an Motiven für Dich, die Du bei dem Dienstleister finden kannst. Dabei gefällt mir besonders, dass Du die Motive nach bestimmten Kategorien (wie z.B. Kinderzimmer) anzeigen lassen kannst:

(Bilder von www.pixers.de)

Am Ende hätte ich für das Schlaf- und das Badezimmer am liebsten auch gleich noch neue Tapeten bestellt. Aber vom Renovieren habe ich jetzt erst einmal genug 🙂

Obwohl sich die Tapete wirklich total leicht verarbeiten ließ. Sowohl das Anbringen (der Kleister war im Preis übrigens inklusive und wurde, im Gegensatz zu manch anderen Produkten, beim Anrühren überhaupt nicht klumpig) als auch das Zuschneiden waren viel leichter, als bei herkömmlichen Tapeten, die ja schnell mal einreißen können.

Spiel, Spaß & Genuss für die ganze Familie

Zum Abschluss empfehle ich Dir bei der Planung Deiner Familienküche ganz bewusst an einen Platz für Deine Kinder zu denken, an dem sie sich auch anderweitig beschäftigen können.

Natürlich ist die Küche nicht das klassische Spielzimmer, aber in den meisten Fällen verbringen wir als Eltern viel Zeit in der Küche. Sei es zum Kochen, zum Vorbereiten kleiner Snacks oder zum Abwaschen. Und nicht immer ist es möglich die Kinder mit einzubeziehen oder sie haben Lust zum Helfen. Trotzdem möchten sie in unserer Nähe sein.

Da ich kein Fan von Spielzeugautos in der Küche bin, haben wir den Kindern für diese Fälle eine Tafel eingerichtet, an der sie sich kreativ austoben können.

Unsere Tafel ist aus einem ehemaligen Durchgang entstanden, den wir mit Brettern verschlossen und mit Tafelfarbe lackiert haben. Genauso gut könntest Du aber auch einen Teil der Schränke oder eine Wand mit Tafelfolie bekleben.

Wenn Du genug Platz hast, kannst Du auch einen kleinen Tisch oder eine Bank in der Küche für die Kinder einplanen.

Ebenfalls viel Spaß haben wir mit unseren selbstgebastelten Magneten für den Kühlschrank. Damit lässt sich auch wunderbar spielen.

Möglichkeiten gibt es also genug, um aus der Küche einen Raum zu machen, indem sich alle Familienmitglieder wohlfühlen können.

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Liebe Grüße

Deine Lotti

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