In 5 Schritten zur perfekten Sandburg!


Es gibt Dinge, die gehören zu einem perfekten Sommer einfach dazu. Zum Beispiel sein Lieblingseis im sonnigen Park zu genießen, die nackten Zehen im warmen, weichen Sand zu vergraben und jede Gelegenheit zu nutzen, sich in die Badesachen zu schmeißen und sich im klaren See, im seichten Meer oder einfach unterm spritzigen Gartenschlauch abzukühlen.

Im Sommer machen viele Dinge einfach noch mehr Spaß als im Rest des Jahres. Und es gibt so einige Dinge, die man, gerade mit Kindern, im Sommer unbedingt mal gemacht haben sollte. Für mich zählt dazu beispielsweise der Bau einer Sandburg. Nichts bereitet uns mehr Vergnügen, als am Wasser mit beiden Hände tief in den Matschesand zu greifen und ihn dann genüsslich durch die Finger tropfen zu lassen, um so eine Kleckerburg zu kreieren.

Viele Eltern, und auch Kinder, haben an ihre Sandburg aber durchaus auch höhere Ansprüche und bauen mit Hingabe eindrucksvolle und detailreiche Kunstwerke. Umso trauriger, wenn die Burg dann schon nach wenigen Minuten wieder in sich zusammenfällt und nicht lange hält.

Daher bekommt Ihr heute 5 Tipps von mir, wie Ihr lange Freude an Eurer Sandburg habt und der Bau garantiert gelingt.

Eigentlich hatte ich für heute einen Artikel zum Thema „Faule Eltern und stolz darauf“ geplant. Da sich der Sommer aber tatsächlich noch einmal um die Ecke getraut hat, und uns in dieser Pracht ja noch einige Tage erhalten bleiben soll, habe ich kurzfristig umdisponiert. Denn wenn wir jetzt nicht die Chance zum Bau einer perfekten Sandburg nutzen, wann dann?!

Die perfekte Sandburg

Schritt 1: Das Fundament!

Ich habe im Laufe der Jahre, wie wahrscheinlich die meisten von Euch, schon viele Sandburgen gebaut und anderen beim Bauen ihrer Sandburgen zugesehen.  Und dabei ist mir rückblickend ein Punkt aufgefallen: die meisten bauen ihre Sandburgen entweder direkt am Wasser, wo der der Sand als Untergrund bereits schön feucht und fest ist, oder ein paar Meter weiter weg, damit sie der Gefahr entgehen, dass das angeschwemmte Wasser ihre Burg unterspült und somit über kurz oder lang zerstört.  Beide Vorgehensweisen haben durchaus ihre Berechtigung, doch nur zusammengenommen ergeben sie das perfekte Fundament für eine großartige Sandburg, die lange hält.

Das heißt: Damit die Burg einen festen Stand hat, braucht es schön feuchten Sand und ein Fundament, dass für einen stabilen Stand sorgt. Daher ist es empfehlenswert den Sand in Wassernähe zu verwenden. Am besten gräbt man sich hierfür ein tiefes Loch und nimmt den feuchten Sand für das Fundament daraus. Das Fundament und die Burg baut man dann aber lieber ein paar Meter weiter weg.

So geht Ihr am besten vor: Feuchtet die Stelle, an der Ihr Eure Burg aufbauen wollt, erst an und tretet den Sand dort ordentlich platt. Dann grabt Ihr in Wassernähe ein tiefes Loch und häuft aus dem feuchten Sand ein Fundament auf.

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Schritt 2: Der richtige Bausand!

Ich denke jeder von Euch hat bestimmt schon mal eine der unglaublichen Sandkreationen bewundert, die professionelle Sanburgenbauer kreieren. Wenn nicht live, dann zumindest im Fernsehen oder Zeitschriften! Da fragte man sich doch, wie machen die das, solche detailreichen und plastischen Skulpturen aus einfachem Sand zu formen?

Sandburg

Das Geheimnis dieser Künstler liegt u.a. im richtigen Wasser-Sand-Gemisch. Es gibt sogar Studien dazu 🙂 Demnach eignet sich fürs Bauen mit Sand besonders ein Wasser-Sand-Gemisch, dass zu 8 Teilen aus Sand und zu 1 Teil aus Wasser besteht. Also ein Mischverhältnis von 8:1.

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Wer es jetzt aber nicht so genau nehmen möchte, weil ihm dann einfach der Spaß am Bauen verloren geht, der kann diesen Trick anwenden:

Mischt unter Euren Sand nach und nach etwas Wasser und testet ihn immer wieder, in dem Ihr daraus eine Kugel formt und diese vorsichtig von einer Hand in die andere werft. Bleibt die Kugel ganz und bröckelt nichts von ihr ab, dann habt Ihr das richtige Mischverhältnis ziemlich sicher gefunden 🙂

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Übrigens eignet sich für das Sandburgenbauen wohl besonders gut „schmutziges“ Wasser, dass Algen und Salze enthält, denn die bilden beim Trocknen eine Art klebende Kruste, die die einzelnen Sandkörner super zusammenhält.

Schritt 3: Den Sand komprimieren!

Was schon beim Fundament geholfen hat, das hilft auch beim Bau der Sandburg. Damit der Sand wirklich fest und stabil wird, solltet Ihr ihn vor den eigentlichen Bauarbeiten komprimieren, indem Ihr ihn in Euren Sandeimer ordentlich festdrückt (ob mit den Händen oder den Füßen ist dabei Euch überlassen 🙂 ). So verringert Ihr den Abstand zwischen den einzelnen Sandkörnern und stärkt die Verbindung!

Schritt 4: Haltet Eure Sandburg feucht!

Warum Wasser bzw. Feuchtigkeit für Eure Burg essenziell ist, haben wir ja schon geklärt. Aber damit Ihr wirklich lange Freude an Eurem Bauwerk habt, solltet Ihr Eure Burg immer schön feucht halten. Am besten nutzt Ihr dafür eine Sprühflasche für Pflanzen oder eine ausgediente Flasche vom Glasreiniger.

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Besprüht Eure Sandburg in regelmäßigen Abständen, damit der Sand in der Sonne nicht zu sehr austrocknet und anfängt zu bröckeln.

Schritt 5: Formen und Dekorieren

Egal wir eindrucksvoll und pompös Eure Sandburg auch aufgetürmt sein mag, mit der richtigen Deko lässt sich aus jedem Bauwerk noch mehr herausholen. Dabei gehen die Geschmäcker natürlich auseinander und nicht jeder mag es verspielt und/oder kitschig.

Zum dekorieren Eurer Burg eigen sich viele verschiedene Dinge, wie Muscheln, Steine, Blätter, Stöcker oder auch selbst gebastelte Fähnchen aus Zahnstochern und Masking Tape. Lasst Eurer Fantasie ruhig freien Lauf 🙂

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Wer es mit dem dekorieren aber generell nicht so hat, der kann seiner Burg auch mit anderen Hilfsmitteln einen besonderen Look verpassen. Zum Formen und Gestalten eignet sich ja nahezu alles, was man in den meisten Haushalten so finden kann. Ob Messer (natürlich nur für die Erwachsenen), Gabeln, Löffel oder Buddelförmchen, sie alle tragen zum besseren Gelingen der eigenen Sandburg bei. Schaut Euch einfach mal um!

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Zaubersand DIY

So, und falls der Sommer sich jetzt doch noch kurzfristig dazu entschließt wieder zu verschwinden, müsst Ihr trotzdem nicht auf Eure perfekte Sandburg verzichten. Denn für das Manschen und Bauen im Haus gibt es natürlich auch noch eine tolle Alternative: Zaubersand! Zum käuflichen Produkt erfahrt Ihr hier mehr, ich persönlich bevorzuge aber die DIY-Variante, die sich ganz einfach aus Mehl und Öl herstellen lässt.

Nehmt dafür einfach Euer Haushaltsmehl und mischte es im Verhältnis 8:1 (also 8 Tassen Mehl und 1 Tasse Öl) mit dem Öl Eurer Wahl (Körper- oder Speiseöl) auf einen Backblech und schon steht dem Indoor-Vergnügen nichts mehr im Weg 🙂

Allerdings solltet Ihr beachten, dass sich der DIY-Zaubersand natürlich nicht all zu lange hält und nach einigen Tagen entsorgt werden muss. Dafür könnt Ihr ihn aber auch mit Hilfe von Lebensmittelfarben und Glitzer ganz nach Euren Wünschen gestalten.

Und wer jetzt Lust bekommen hat am Strand, am See, in der Buddelkiste oder Zuhause ebenfalls die perfekte Sandburg zu bauen, für den habe ich noch etwas Besonderes:

Wenn Ihr mir bis einschließlich den 08.09.16 ein Bild von Eurer Sandburg oder Eurem Sandkunstwerk schickt (alle Formen und Varianten sind hierbei möglich!) könnt Ihr ein Überraschungspaket gewinnen!

WICHTIG!

Teilnahmeberechtigt sind alle ab 18 Jahren, die mir entweder hier, auf Facebook oder Instagram folgen und einen festen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben. Bitte schickt mir Euer Bild:

als Blogabonenten an zickleinundboeckchen@web.de

als Facebook- oder Instagramfollower via Facebook/Instagram mit dem #perfektesandburg16 und verlinkt mich auf dem Bild!

Das Zicklein , der Märchenprinz und ich werden den Gewinner mit der schönsten/kreativsten oder witzigsten Idee gemeinsam auswählen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

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Und nun wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Bauen, Buddeln und Matschen und freue mich auf Eure kreativen Ideen!

Liebe Grüße

Eure Lotti

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 comments on “In 5 Schritten zur perfekten Sandburg!

  1. Janni on said:

    Hey Lotti,
    dass mit dem Mischungsverhältnis werden wir doch das nächste Mal gleich mal ausprobieren.
    Und der Tipp mit der Sprühflasche, total simpel.Bin trotzdem noch nie drauf gekommen. Gerade bei der Hitze ( schööööön) fällt es immer echt schnell in sich zusammen.
    DANKE!

    LG Janni

    • zickleinLotti on said:

      Lieber Janni,

      auf die Idee mit der Sprühflasche kommt man ja tatsächlich eher selten, denn im Normalfall nimmt man so etwas ja nicht mit an den Strand, aber dieser simple Trick ist wirklich sehr wirkungsvoll!

      Viel Spaß beim Bauen wünsche ich Euch und einen tollen Start in die Woche!

      Liebe Grüße
      Lotti

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