Bibi & Tina: Tohuwabohu Total – Filmrezension


Anzeige

Es ist vollbracht – der vierte Teil der Bibi & Tina Kinofilmreihe ist abgedreht und erscheint an diesem Donnerstag, den 23.02.2017, in den deutschen Kinos.

Das Zicklein und ich hatten am vergangenen Sonntag die große Ehre, den Film von Regisseur Detlev Bucks schon vor dem offiziellen Kinostart erleben zu dürfen. Mit unendlich viel Vorfreude und gleichzeitig ein wenig Wehmut verfolgten wir das neueste – und wohl auch letzte – Kinoabenteuer der beiden Pferdefreundinnen Bibi (Lina Larissa Strahl) und Tina (Lisa-Marie Koroll).

Bibi & Tina begleiten uns ja bereits seit Jahren. Ich habe die Hörspiele der beiden Mädels schon als Kind geliebt und hatte unzählige Kassetten und Cd´s. Und auch das Zicklein hört die Geschichten bereits seit sie 2 Jahre alt ist mit Begeisterung. Es war für uns also keine Frage, dass wir auch alle Filme Zuhause oder im Kino anschauen mussten. Selbst das Böckchen singt schon voller Inbrunst die bekannte Titelmelodie mit und freut sich, wenn er Bibi Blocksberg irgendwo entdeckt.

Mit dem 4. Teil der Kinofilmreihe ist den Machern auch wirklich wieder ein buntes und aufregendes Abenteuer gelungen.

Bibi & Tina: Tohuwabohu total!

Wie alle Geschichten beginnt auch dieser Teil mit sonnigen Reiterferien im beschaulichen Falkenstein. Doch schon nach kurzer Zeit nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf und ist mit witzigen und spannenden Szenen gespickt.

Bibi und Tina lassen es sich gut gehen und genießen ihre Freiheit und Ruhe beim Angeln am Fluss. Doch lange bleibt es nicht ruhig, denn ein Dieb schleicht um ihr Lagerfeuer und stiehlt ihnen die Suppe. Die Mädels nehmen die Verfolgung auf und können den Übeltäter stellen: Einen vermeintlich jungen Flüchtling aus Syrien mit dem Namen Aladin (Lea van Acken).

Die drei schließen schnell Freundschaft und natürlich beschließen Bibi und Tina sofort, Aladin in seiner schwierigen Situation zu helfen. Was die beiden aber zunächst nicht wissen ist, dass Aladin gar kein syrischer Junge, sondern eigentlich ein albanisches Mädchen mit dem Namen Aldea ist, die aus dem Haus ihres strengen und verbohrten Onkels Igor (Albert Kitzl) fliehen musste. In Albanien sollte Aldea zwangsverheiratet werden und die Schule verlassen. Doch das mutige Mädchen will mehr in ihrem Leben erreichen, studieren und ein freies Leben führen.

Leider ist ihr Onkel wild entschlossen sie zurück zu holen und hat, zusammen mit ihren beiden ziemlich einfältigen Cousins, bereits die Verfolgung aufgenommen. Die Männer sind den Mädchen dicht auf den Fersen.

Eine spannende Verfolgungsjagd beginnt, in der das Trio Adeas Familie mehrmals nur knapp entkommen kann. Auf ihrem abenteuerlichen Weg begegnen ihnen dabei unter anderem die beiden geflüchteten Brüder Sinan (Altamasch Noor) und Kerim (Ilyes Moutaoukkil), die tatsächlich aus Syrien stammen. Auch mit ihnen freunden sich die Mädchen schnell an. Troubel gibt es allerdings mit Kerim, der nicht verstehen kann, warum Adea ihre Heimat und ihre Familie verlassen hat.

Chaos gibt es derweilen auch auf dem Schloss Falkenstein, das von einem Hausschwamm befallen ist und von dem zwielichtigen Bauunternehmer Herrn Trumpf (der wohl nicht ganz zufällig dem amtierenden amerikanischen Präsidenten Donald Trump ähnlich sieht) saniert werden soll. Weiterhin plant Herr Trumpf  (Joachim Meyerhoff) eine hohe Mauer um das Schloss zu bauen, damit es vor fremden Eindringlingen geschützt ist.

Der Plan geht allerdings nicht auf, denn der Sohn des Grafen, Alexander (Louis Held), lernt eine lebensfrohe Musiktruppe aus Mali mit dem Namen „Tohuwabohu“ kennen und beschließt kurzerhand, mit ihnen ein Musikfestival im Schlossgarten zu veranstalten. Graf Falko von Falkenstein (Michael Maertens) hat da gar nicht mehr viel mitzureden.

Damit scheint das Chaos in Falkenstein wieder einmal perfekt, doch der Höhepunkt der Geschichte ist hier noch lange nicht erreicht! Entführung, Erpressung und das Handeln auf eigene Faust führen zu einem spannenden und turbulenten Finale, das schließlich mit dem fetzigen Ohrwurm „Alles ist Musik“ und einer mitreißenden Choreografie endet.

Kritik

Bibi & Tina sind erwachsener geworden. Das spiegelt sich nicht nur in den schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller wieder, sondern auch im Plot der Geschichte, der aktuelle politische Themen aufgreift und bearbeitet.

Bibi und Tina sind wie immer weltoffen, hilfsbereit und nicht aufzuhalten, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben. Doch anders, als in den vorigen Filmen, ist dieser Teil insgesamt viel nachdenklicher und ruhiger. Jedoch ohne zu melancholisch zu werden. Er wirkte einfach weniger überdreht und knallbunt, als die Vorgänger. Dennoch ist, trotz des ernsten Hintergrundes, genug Platz für wirklich lustige Szenen und jede Menge Action. Der Witz des Films spricht hier, wie in gewohnter Manier, sowohl Kinder als auch Erwachsene an – denkt man allein an die Parodie auf Donald Trump, die von Kindern nicht unbedingt erkannt werden muss, um witzig zu sein.

Und auch die Musik kommt in diesem Teil wieder einmal nicht zu kurz. Von Pop-Balladen bis hin zu verrückten und verdrehten Raps ist hier alles vertreten. Dabei spielen die Macher, gerade was die Familie von Adea betrifft, mit extremen Klischees, die so überzogen sind, das sie schon automatisch in Frage gestellt werden müssen. Jedenfalls von den älteren Zuschauern.  Kinder werden diese wohl eher amüsant finden und daher nicht so ernst nehmen.

Am Ende siegt die Botschaft: Freundschaft und Zusammenhalt überwinden alle Grenzen und kulturellen Unterschiede, auch ohne Hexerei!

Fazit: Das Zicklein und ich hatten viel Spaß mit dem neuesten Abenteuer rund um Bibi & Tina und haben den Film nicht zum letzten Mal gesehen. Wir konnten lachen, uns aufregen und sind vor Spannung auf den Kinositzen hin und her gerutscht 😉 Der Film hat definitiv Unterhaltungswert für Kinder und Erwachsene und wir können ihn, besonders allen Pferde- und Falkensteinfans, nur empfehlen.

Wie fandet Ihr denn die bisherigen Kinofilme der Reihe? Und habt Ihr vor Euch den neuesten Teil auch anzusehen? Worauf freut Ihr Euch dabei am meisten?

Ich bin gespannt!

Und um hier noch einmal einem meiner Lieblingsdarsteller zu Wort kommen zu lassen, der im 4. Teil nur einen kurzen Gastauftritt hat, verabschiede ich mich heute mit den Worten von Freddy dem Scherrif (Max von der Groeben):

„Wir sehen uns! Sooner oder later!“ Ihr Lieben 🙂

Eure Lotti

 

 

Bildquelle: DCM/GmbH/Andreas Schlieter; https://dcmworld.com/2016/bibi-tina-tohuwabohu-total-erscheint-2017/

 

Leave a comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 comments on “Bibi & Tina: Tohuwabohu Total – Filmrezension

  1. Silke on said:

    Ach, ich stand ja als Kind auch total auf Bibi Blocksberg. Hab daher letztens versucht, meinem großen das Hörspiel „Bibi und Tina und der Drache“ oder so ähnlich anzudrehen, aber Bibi und Tina haben einfach den Stempel „Mädchenkram“ weg und werden daher selbst von 4-Jährigen auf keinen Fall mehr zugelassen! Selbst wenn ein total jungsmäßiger Drache drin vorkommt. War ja schon baff und auch ein ganz kleines bisschen traurig *schnief* Aber ich will mich nicht beschweren, auch „Cars“ ist selbst nach dem hundertsten Mal anhören noch spannend *ähem* 😀
    Schön, dass ihr Spaß mit dem Film hattet!!! :*

    • zickleinLotti on said:

      😀 Das Dein Großer „Bibi und Tina“ ablehnt, kann ich mittlerweile gut verstehen! Ich habe die Hörspiele ja auch immer geliebt, aber jetzt als Erwachsenen fällt mir ständig auf wie anstrengend und zickig Tina immer ist. Da hätte ich als Junge auch keinen Bock drauf!

      Der Film wiederum ist glaube ich aber schon was für Jungen und Mädchen und könnte ihm vl. auch gefallen 😉

      Liebe Grüße
      :*

  2. Pingback:Eine traumhafte Einhorngeburtstagsparty für das Zicklein! - Zicklein & Böckchen