Ein Eltern-Kind-Café mit Herz und Seele! Berlin mit Kind!


Ihr Lieben,

heute starte ich eine neue Blogreihe zu der mich die liebe Trixi *wink* inspiriert hat. Sie fand, es wäre schön ein paar Tipps zu bekommen, was man mit Kindern in Berlin so alles unternehmen kann. Und das fand ich auch. Darum versuche ich nun, Euch jeden Monat eine Attraktion aus Berlin vorzustellen, die wir selber gerne mit unseren Kindern besuchen. Dabei werden sowohl die typischen Highlights mit persönlichen Erfahrungstipps dabei sein, als auch eher unbekanntes und richtige „Geheimtipps“. Ihr dürft gespannt sein 😉

Beginnen tue ich heute mit dem „Rosinchen„, einem absolut tollen Eltern-Kind-Café in Berlin Karow (Pankow) und nehme Euch mit an einem Tag, an dem wir mal wieder dort waren. Viel Spaß dabei!

(P.s.: Die Bilder sind nicht am selben Tag entstanden ;-))

Ein ganz normales Wochenende – Jubel, Trubel, Heiterkeit im Café Rosinchen!

Es ist Samstag Nachmittag, draußen ist es grau, im Haus ist es dunkel, die Kinder sind quengelig – ein ganz normales Wochenende. Einfach langweilig und nervtötend. Also beschließen wir kurzerhand, uns mit Freunden in unserem Lieblings Eltern-Kind-Café zu treffen.

Bäääääm! Schon nach dem Tür öffnen erwartet uns ein Gemurmel und Geschrei, ein Gewusel und Gewimmel. Kaum haben wir Eltern einen Fuß in die Tür gesetzt, stürmen die Kinder schon in die Spielecke, schnappen sich Spielschürze und Topfhandschuhe und rutschen auf einem der vielen quietschbunten Plastikautos querfeldein durch die spielende Kinderhorde.

Eltern-Kind-Café IV

Eltern-Kind-Café IIWir Eltern atmen einmal tief durch und besehen uns in Ruhe die Kuchen, Torten und Quiches des Tages, die in einer großen Glasvitrine und auf der hübsch dekorierten Theke drapiert sind. Für mich steht schon nach einem Blick fest, dass ich mich unmöglich für nur ein Stück Kuchen entscheiden kann. Dafür sehen die Raffaellotorte, der Erdbeercheescake und der Kirschkuchen mit Marzipan einfach zu verführerisch aus. Und die Schokomuffins erst! Davon muss auch einer auf den Tisch!

Eltern-Kind-Café XV

by-Rosinchen-Erdbeertorte

(Beispielbild von der Website http://www.das-rosinchen.de/)

Aber zunächst einmal brauchen wir überhaupt einen Tisch. Denn ein schneller Blick durchs Café lässt erahnen, dass das heute mal wieder eher schwierig werden könnte. Durch das schlechte Wetter möchte natürlich niemand im Garten oder draußen vor dem Café seinen Kuchen essen und der Laden ist rappelvoll. Mist! Wir spielen schon mit dem Gedanken, nach ein paar Stühlen für draußen zu fragen, weil wir auf gar keinen Fall ohne ein Stück von dem leckeren Kuchen im Bauch wieder gehen können und wir die Kinder in den nächsten 1 1/2 Stunden eh nicht mehr aus der Puppenküche kriegen, da kommt Stefani Rosin – Inhaberin des Cafe´s – mit einem strahlendem Lächeln auf uns zu. Schnell wird klar, dass die vorhandenen Tische für 4 Erwachsenen Personen alle ausgebucht sind. Aber schnell ist auch klar, dass Stefani Rosin immer noch ein Ass im Ärmel hat. Und so baut sie mit ein paar Handgriffen den letzten noch freien Tisch für 2 Personen in einen 4er Tisch inklusive Kinderstühlen um. Nebenbei erfahren wir noch, dass es die Leckereien aus dem Rosinchen auch alle to go gibt und wir somit jederzeit in den Genuss der Köstlichkeiten kommen können. Gut zu wissen! Denn was bei uns ein typisch langweiliger Samstagnachmittag ist, ist im Rosinchen ein Tag, an dem sich die Stimmung von Minute zu Minute, proportional zur Anzahl der Gäste, steigert. Kurz: Ein Tag, an dem man sich lieber im Voraus einen Tisch reservieren sollte!

Und es ist ein Tag voller Erdbeermatsch auf Tischplatten, Krümmelbergen unter Hochstühlen und abgerollter Toilettenpapierrollen im Badezimmer. Der Supergau für jede Mutter. Doch Stefani Rosin hat sich ganz bewusst dafür entschieden. Denn sie hat nicht irgendein Café eröffnet, sie hat ein Eltern-Kind-Café eröffnet. Ein Café, in dem sich alle wohlfühlen sollen.

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Mehr als „nur“ ein Eltern-Kind-Café

Und das tut man auch! Schon beim Reinkommen fällt einem die liebevolle Aufmachung des Cafés, in der sogar die Spielschürze und die Vorhänge aufeinander abgestimmt sind, ins Auge. Auf den Tischen stehen kleine Vasen mit frischen Blumen, die die Inhaberin gerade erst noch selbst gekauft hat. Auf den Stühlen liegen bunte Kissen in Blumenform, an den Wänden hängen Obstkisten als Regale…. Das Rosinche sieht so aus, wie ich mir eine gemütliche Wohnküche vorstellen würde.

Eltern-Kind-Café-Berlin

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Dabei dachte ich früher, als in Berlin plötzlich lauter Eltern-Kind-Cafés aus dem Boden schossen: „Meine Güte, man kann es auch übertreiben und Bedarfe schaffen, um neue Trends zu setzten und das Wirtschaftswachstum weiter anzukurbeln. Warum sollte man um alles in der Welt Familien separieren und eigens gedachte Cafés eröffnen?“ Seit das Zicklein auf er Welt ist, sehe ich das anders. Das erste Mal, als mir richtig bewusst wurde, dass sich zwar meine Welt mit dem Zicklein verändert hatte, meine Umwelt aber nicht, war, als ich mit einer Freundin, die ebenfalls ein Baby hatte, in einem meiner Stammcafés essen war. Natürlich wollte das Zicklein während des Essens nicht im Kinderwagen liegen bleiben. Das Café besaß aber nur zwei Hochstühle, die bereits besetzt waren, und ohnehin war der Platz eher begrenzt, so dass ich gar keinen Hochstuhl mehr an unseren Tisch hätte stellen können. Also zappelte das Zicklein die ganze Zeit über auf meinem Schoß herum. An Essen war für mich somit nicht mehr zu denken. Kurz darauf stellte meine Freundin fest, dass ihr Baby die Windeln voll hatte. Leider war von einem geeignetem Wickelplatz weit und breit keine Spur zu entdecken und draußen war es nasskalt und stürmisch, so dass das Wickeln vor der Tür im Kinderwagen buchstäblich ins Wasser fiel. Einzige Lösung für sie: Wickeln auf dem Platz. Vor versammelter Mannschaft, die gerade versuchte Ihr Mittagessen zu genießen! Nicht so lecker und wahnsinnig unangenehm. Es war alles andere als ein entspannter Nachmittag. Dabei war das Café genauso wie immer. Es hatte sich nicht verändert. Aber ich und meine Bedürfnisse hatten sich verändert!

Das Rosinchen ist auf all diese „neuen“ Bedürfnisse von Eltern und Kindern eingestellt. Stefani Rosin hat wirklich an alles gedacht. Nicht nur an ausreichend Hochstühle, Wickelmöglichkeiten, Toilettenaufsätze und Spielsachen. Nein! Sie hat auch eine Stillecke eingerichtet, in der die Mamas ganz in Ruhe und abseits des Trubels, hinter einem Sichtschutz verborgen stillen können. Für die Kleinen gibt es Babygläschen, Quetschis und bunte Süßigkeiten und falls mal jemandem die Feuchtücher ausgehen, ist auch dafür gesorgt.

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Mein persönliches Highlight ist das Frühstück im Rosinchen, dass man sich ganz individuelle nach seinen eigenen Wünschen zusammenstellen kann!

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IMG_20160609_092400[1]Doch selbst das ist noch nicht alles! Mehrmals im Monat gibt es hier besondere Highlights, wie den wöchentlichen Baby-Eltern-Treff mit Familiencoach Pauline, Verlosungen von hausgemachten Leckerbissen und Softeis oder Flohmarktveranstaltungen. Hier ist wirklich immer etwas los. Zudem unterstützt Stefani Rosin auch Projekte wie „Frühchen und Sternchen“ und zeigt Initiative bei persönlichen Problemen ihrer Gäste (Eine ganze herzzerreißend Geschichte dazu gibt es auf der Facebookseite vom Rosinchen, in der sich Stefani Rosin für das Begräbnis eines toten Babys engagiert).

Das Eltern-Kind-Café „Rosinchen“ ist ein Café mit Herz und Seele und darum liebe ich es und besuche es immer wieder, auch wenn es von uns aus eine ganz schöne Strecke bis dort hin ist. Das es wirklich ein Café ist, in dem sich alle wohlfühlen können, beweist auch, dass hier nicht nur Eltern mit ihren Kindern ein und ausgehen, sondern auch die Geschäftsinhaber und Angestellten aus dem Kiez hier Stammkunden sind. Und daher ist es auch mein Geheimtipp für Unternehmungen mit Kindern in Berlin. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es auch Tage gab, an denen es mir dort einfach zu laut und hektisch zuging, weil z.B. nebenbei noch ein Kindergeburtstag veranstaltet wurde. Und auch während des Baby-Eltern-Treffs ist das Café für den normalen Betrieb geöffnet und somit mitunter ganz schön voll.

Ich empfehle Euch daher vor einem Besuch unbedingt mal auf der Facebookseite vorbeizuschauen. Dort stehen immer alle Neuigkeiten und man erfährt auch, wann das Café welches Event veranstaltet. Außerdem ist es nicht verkehrt dort einmal anzurufen und vorsichtshalber einen Tisch zu reservieren. Es ist natürlich nicht immer so voll, aber sicher ist sicher 😉 Am entspanntesten ist es dort nach meinen Erfahrungen unter der Woche am Vormittag.

Und weil das Café für Touristen in Karow natürlich ein bisschen „ab vom Schuss“ ist, habe ich Stefani Rosin mal gefragt, was sie Ihren Besuchern nach einem Stück Kuchen in Ihrem Café noch im Kiez empfehlen würde. Was sie geantwortet hat, das erfahrt Ihr nächste Woche. Da werde ich eine Liste zur Blogreihe einstellen, damit Ihr alle Attraktionen auf einen Blick habt, und schreibe Euch dann auch noch dazu, was in der Nähe noch zu empfehlen ist.

Eltern-Kind-Café

Und nun würde mich natürlich noch interessieren, wie es bei Euch aussieht?! Besucht Ihr Eltern-Kind-Cafés? Was gefällt Euch daran besonders oder gar nicht? Ich bin gespannt!

Eure Lotti

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